Das MRZ fördert die breite Anwendung der Methoden der magnetischen Resonanz in Biologie, Chemie, Medizin, Physik und Veterinärmedizin in Verbindung mit der Schwerpunktbildung an der Universität Leipzig und in der außeruniversitären Forschung. Ziel ist die Stimulierung neuer grundlegender Beiträge zur Forschung. Das betrifft zu „Life-Science“ gehörige biochemische, molekularbiologisch-physikalisch-medizinische und medizinisch-diagnostische Arbeiten ebenso wie zu „Material Science“ im allgemeineren Sinne gehörige Arbeiten in Naturwissenschaft und Technik, siehe §2 der Ordnung.
Was ist magnetische Resonanz? Atomkerne haben eine elektrische Ladung. Viele Kernsorten, darunter auch die Wasserstoffkerne, drehen sich und erzeugen durch die sich drehende Ladung einen magnetischen Kerndipol. Befindet sich der Untersuchungsgegenstand in einem starken Magnetfeld und wird zusätzlich eine Hochfrequenz (10 – 1000 MHz) eingestrahlt, ergeben sich Resonanzen zwischen den Kerndipolen und dem hochfrequenten elektromagnetischen Feld. Dieser Effekt der magnetischen Resonanz hat sich unter seinem englischen Namen NMR (nuclear magnetic resonance) etabliert. Der analoge Effekt für Elektronen heißt ESR (electron spin resonance) oder EPR (electron paramagnetic resonance). Weitaus bekannter als diese in Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften etablierten spektroskopischen Analysenverfahren ist jedoch die medizinische Anwendung zur Herstellung von Querschnittsbildern geworden. Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) bzw. MRI (magnetic resonance imaging) sind Begriffe, die Ärzten und deren Patienten im letzten Jahrzehnt sehr vertraut geworden sind.
Die ersten Jahre der magnetischen Resonanz in Leipzig liegen schon mehr als ein halbes Jahrhundert zurück, wie in einem Beitrag von Professor Pfeifer und in einem Poster beschrieben wird. Im Jahre 2004 erfolgte die Gründung des Zentrums.

